Geschichte Oberndorfs

Oberndorf, heute Teil der Gemeinde Simmelsdorf, liegt am südöstlichen Rand der Fränkischen Schweiz im Haunachtal und wurde erstmals im 12. Jahrhundert mit 18 Höfen erwähnt.

1540 wurde in einer alten Grenzbeschreibung die Besonderheit der Grenzziehung mitten durch das Dorf beschrieben, die letztlich bis in die Neuzeit Gültigkeit hatte. So gehörte der katholische südliche Teil zur Rothenberger und der nördliche protestantische Teil zur Hiltpoltsteiner (Nürnberger) Grundherrschaft. Damit war ein Wirrwar von unterschiedlichen Maßen, Gewichten, Abgaben und die Gerichtsbarkeit der jeweiligen Grundherren programmiert.

1639 wurde von einer vollkommenen Einäscherung Oberndorfs berichtet und 1660 gab es bereits wieder 21 Güter, die auf 11 Grundherren verteilt waren.

   

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Seit altersher gehören zur Gemeinde Oberndorf die Orte Ober- und Unterwindsberg, sowie der Einödhof St. Martin.

Wie noch aus alten Protokollbüchern hervorgeht, gab es 1884 in Oberndorf einen Feuerwehr-Verein, 1892 wurde der Gesangverein "Liederkranz" gegründet und in den zwanziger Jahren bestand sogar noch ein Gesangverein namens "Lyra", der seine Proben im Gasthaus "Zum Schwarzen Adler" (Familie Neuner) abhielt.

1978 wurde Oberndorf im Zuge der Gebietsreform der Gemeinde Simmelsdorf angegliedert. Heute zählt Oberndorf mit Ober- und Unterwindsberg und St. Martin rund 260 Einwohner.